Ein Starter-Set zu kaufen ist nur die halbe Entscheidung. Bodengrund, Pflanzen, Deko und Wassertests gehören meist nicht dazu – und genau da beginnt für viele Einsteiger das Rätselraten. Diese Seite verlinkt komplette Aquarium Einrichtungsbeispiele: pro Setup die volle Einkaufsliste, den Pflanzplan und die Schritt-für-Schritt-Umsetzung auf einer eigenen Seite.
Jedes Beispiel ist auf ein bestimmtes Becken und eine bestimmte Zielsetzung zugeschnitten – kleines Nano-Becken, Garnelen statt Fisch, wenig Technik-Aufwand. Diese Aquarium Einrichtungsbeispiele werden laufend ergänzt.
EINSTEIGERKURS
Die komplette Grundlage für dein Aquarium
Diese Einrichtungsbeispiele setzen ein gekauftes Becken voraus. Die Schritte davor – Beckengröße, Standort, Technikplanung und Einlaufphase – erklärt unser kostenloser Aquarium-Einsteigerkurs ausführlich, Kapitel für Kapitel.
NOCH KEIN BECKEN?
Erst das passende Set finden
Falls du dich zwischen Fluval Flex, Tetra 105, JUWEL Rio oder Lido noch nicht entschieden hast, hilft dir unser Starterset-Vergleich bei der Auswahl.
Nach diesem Prinzip wählen wir Pflanzen aus
Beide folgenden Aquarium Einrichtungsbeispiele sind fertige Pflanzpläne für ein bestimmtes Becken. Hast du ein anderes Becken oder ein drittes Beispiel fehlt dir noch, hilft dir dieses Raster, selbst passende Pflanzen auszuwählen:
- Lichtbedarf: Die Standard-LED eines Starter-Sets deckt nur Pflanzen mit niedrigem bis mittlerem Lichtbedarf ab. Hochlicht-Pflanzen brauchen zusätzliche Beleuchtung und meist CO2 – für den Einstieg bewusst nicht gewählt.
- CO2-Bedarf: Alle Pflanzen in unseren Beispielen wachsen ohne CO2-Anlage. Das schränkt die Farbintensität mancher Arten (z. B. Rotala) leicht ein, spart aber Technik und Einstiegskosten. Einen guten Überblick zum Lichtbedarf verschiedener Aquarienpflanzen bietet die Pflanzendatenbank von Tropica.
- Zonierung: Vordergrund niedrig und flächig (z. B. Lilaeopsis, Perlkraut), Mittelgrund buschig (z. B. Cryptocoryne, Minikirschblatt), Hintergrund hochwachsend als Blickfang (z. B. Rotala, Echinodorus).
- Substratbindung: Moose, Farne und Anubias werden nicht eingepflanzt, sondern auf Wurzel oder Stein gebunden oder geklebt – im Erdreich verrottet ihr Rhizom sonst.
Unsere Aquarium Einrichtungsbeispiele im Überblick

Beispiel 1: Fluval Flex 57 als Garnelenbecken
Kompaktes 57-Liter-Nano-Becken für Neocaridina-Garnelen, ohne Heizer und ohne CO2 – besonders wenig Technik-Aufwand für den Einstieg.

Beispiel 2: Tetra 105 als Guppy- und Platy-Becken
105-Liter-Gesellschaftsbecken mit serienmäßigem Filter und Heizer – klassischer Einstieg für Familien mit Kindern.
Häufige Anfängerfehler bei der Ersteinrichtung
- Haushaltseimer statt eigenem Eimer: Reinigungsmittelreste lösen sich nicht vollständig heraus und schaden vor allem Garnelen. Ein Eimer nur fürs Aquarium ist Pflicht, kein Nice-to-have.
- Zu früh düngen: In den ersten 1-2 Wochen nach dem Einrichten nicht zusätzlich düngen – das Becken muss erst einlaufen, erste Algen sind in dieser Phase normal.
- Pflegeprodukte überdosieren: Wasseraufbereiter, Dünger und Vitalstoffe immer nach Packungsangabe dosieren – mehr hilft hier nicht mehr, sondern schadet.
- Überfüttern: So viel Futter, wie in 2-3 Minuten gefressen wird, 1x täglich – nicht mehr. Reste sofort absaugen, sonst kippen die Wasserwerte.
- Falsches Geschlechterverhältnis bei Lebendgebärenden: Bei Guppys und Platys Weibchen deutlich in der Überzahl halten, sonst steigt der Paarungsstress spürbar.
- Zu früh besetzen: Erst Fische oder Garnelen einsetzen, wenn Nitrit über mehrere Tage nicht mehr nachweisbar ist – nicht direkt am Kauftag, auch wenn das Becken fertig eingerichtet aussieht.
Wie viele Pflanzen brauche ich für mein erstes Aquarium?
Das hängt von der Beckengröße ab, nicht von einer festen Formel. Orientiere dich an unseren Beispielen: Für ein 57-Liter-Becken reicht ein Sortiment aus 4 Pflanzenarten in kleinen Gruppen, für 105 Liter sind es 5 Arten. Wichtiger als die Stückzahl ist die Zonierung – Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund – und dass jede Pflanze zum Lichtangebot passt.
Kann ich Garnelen und Fische zusammen in ein Becken setzen?
Grundsätzlich ja, aber nicht in jedem Erstbecken sinnvoll. Kleine Garnelen wie Neocaridina werden von vielen Fischen gejagt oder gefressen. Für den Einstieg ist es einfacher, sich für ein reines Garnelenbecken oder ein Fischbecken zu entscheiden – wie in unseren beiden Beispielen.
Muss ich beim Einrichten sofort düngen?
Nein. In den ersten 1-2 Wochen nach dem Einrichten sollte nicht zusätzlich gedüngt werden. Das Becken braucht erst die Einlaufphase, in der sich die biologische Filterung aufbaut. Erste Algen in dieser Zeit sind normal und kein Grund zur Sorge.
Warum sehen meine frisch eingesetzten Pflanzen so lückenhaft aus?
Das ist normal. Du bekommst pro Sorte einzelne kleine Töpfe, keine fertige Bepflanzung. Arten wie Cryptocoryne, Echinodorus oder Lilaeopsis breiten sich innerhalb weniger Wochen von selbst aus – das dichte Endbild stellt sich mit der Zeit ein, nicht direkt beim Einrichten.
Passen die Einrichtungsbeispiele auch für ein anderes Becken?
Die Einkaufslisten und Pflanzpläne sind auf die jeweilige Beckengröße zugeschnitten, das dahinterliegende Prinzip – Lichtbedarf, CO2-Bedarf, Zonierung und Substratbindung – lässt sich aber auf jede Beckengröße übertragen. Die Übersicht dazu findest du im Abschnitt „Nach diesem Prinzip wählen wir Pflanzen aus“.
Brauche ich für ein Einsteiger-Pflanzenbecken eine CO2-Anlage?
Nein. Alle Pflanzen in unseren Beispielen wachsen zuverlässig ohne CO2-Anlage. Der Verzicht schränkt bei manchen Arten wie Rotala die Farbintensität leicht ein, spart aber Technik und Einstiegskosten – für ein erstes Becken ein sinnvoller Kompromiss.



